Mittwoch, 23.07.2014

HOLA!

Valle Segrado la ropa tipica de Peru Pisac Terassen in Pisac   Alpaka Wolle Weben Plaza de Armas Peruanischer Nackthhund

 

 

HOLLAAAAA! QUE TAL?  Wer hätte das gedacht, dass ich meinen ersten richtigen Blogeintrag erst nach 2,5 Wochen schreibe. Aber ganz ehrlich: Ich hatte entweder keine Zeit oder war so erledigt, dass ich mich nicht aufraffen konnte, auch nur eine Zeile zu schreiben. Ich bin jetzt seit dem 5. Juli in August und hatte noch keine einzige Sekunde Heimweh. :-)
Die Anreise war überraschenderweise nur halb so schlimm - nachdem ich den Langstreckenflug nach Lima erstmal überstanden hatte, wurden wir von einem Mitarbeiter des Hotels abgeholt. Mit einem Schild, auf dem "mein" Name stand ("Danil Beisz"), wurde ich zusammen mit den anderen "Weltenbummlern" begrüßt. Mit dem Taxi ging es dann nach Miraflores in ein Hotel.Die Nacht war nicht wirklich erholsam... So sollte es auch die nächsten Tage bleiben. Am nächstne Tag flogen wir mit einer peruanischen Linie von Lima nach Cusco (ca. 40 Minuten). Die Aussicht war bombastisch und der erste schöne Eindruck von Peru. 

Das Praktikaweltenhaus ist im Vergleich zu den anderen Häusern wohl purer Luxus. Im Prinzip haben wir wohl alles was wir brauchen. Einen Herd, Geschirr, teilweise Warmwasser (! keine Selbstverständlichkeit wie ich noch erfahren sollte), und Wlan. 

Das Wetter ist auch nach 2 Wochen noch sehr gewöhnungsbedürftig. In den Nächten ist es einfach eiskalt - während es am Nachmittag ziemlich angenehm werden kann. Ab 18.00 wird es dunkel, das sollte man bei Ausflügen bedenken. Die ersten Nächte waren ehrlich gesagt der pure Horror. Um es anschaulicher zu machen, eine Übersicht über meine Zwiebelschichttechnik, die trotzdem nicht gerreicht hat :D --> Strumphhose, Schlafhose, 3 Paar Kuschel(!)socken, t-Shirt, langes Shirt, dicker Pullover und oft noch eine dicke Strickweste darüber. Dazu kommen noch 2 dicke Decken, die ich mir über den Kopf gezogen habe. Nun ja, das war auf jeden Fall eine Umstellung - aber he, das gehört alles zum Abenteuer! :-) Und wer mich kennt, weiß, dass ich kein Sommertyp bin. Das heißt, selbst das ist mir lieber, als bei 30 Grad im Schatten irgendwo herumzulaufen. ;) Überraschenderweise bin ich auch (noch) nicht krank geworden und schlafe mittlerweile nur mehr mit der Hälfte der beschriebenen Sachen. Irgendwie faszinierend, wie schnell sich der Körper an die Gegebenheiten anpassen kann. 

Vielleicht mal allgemein etwas zu Cusco. Cusco/Cuzco/Qusqu liegt im Zentrum des peruanischen Hochlandes. Sie gilt als Hauptstadt des Inka-Reiches und wurde in die Liste der UNESCO Welterbestätten aufgenommen. Das Wort Cusco (Qusqu)entstammt dem Quechua* und bedeutet „Nabel der Welt“. Die Stadt liegt auf ca. 3400 m über dem Meeresspiegel. Die "Höhenkrankheit", mit der viele die ersten Tage lang zu kämpfen haben, blieb zum Glück aus. Ok, ich hatte leichte Kopfschmerzen, was aber auch am langen Flug liegen könnte. 

Hinter mir liegen bereits 2 Wochen Spanischkurs in der "San Blas Spanish School". Hier sind die Lehrer alle sehr nett und kompetent und bringen uns Schülern einiges bei. Jedoch ist es nach wie vor eine Herausforderung auch nur halbwegs grammatikalisch richtige Sätze zu bilden bzw. die richtigen Vokabeln auf Anhieb zu finden. San Blas ist das älteste Viertel in Cusco mit Mauern, die über 500 Jahre alt sind. Es wird auch Künstlerviertel genannt, da hier viele namenhafte Künstler und Handwerker leben. Freitags machen die Klassen (bestehend aus ca. 5 Personen) Ausflüge um Spanisch in der Praxis anwenden zu können bzw. um Cusco besser kennen lernen zu können. So war ich einmal im "Museum de Historia Natural" und letzte Woche das Nationalgericht "Ceviche" probieren. Ceviche besteht aus kleingeschnittenem, rohen Fisch, der in Limettensaft mariniert wird. Das Gericht gibt es jedoch in vielen Variationen. Erstaunlicherweise hat mir das Gericht seeehr geschmeckt und werde es wohl noch öfter essen. 

Apropos Essen: Der "San Pedro" Markt, der sich in der Nähe des Plaza de Armas (Hauptplatz) befindet, bietet eine große Auswahl an Früchten und Gemüsesorten. Avocados, Papayas, Mangos, verschiede Kartoffelsorten (ist ja auch das Land der "papas") und vieles mehr. Gleichzeitig ist der Markt nicht für jeden Magen gemacht: Gehirne, Pferdeschnauzen, ganze Ferkel findet man hier - sofern man danach sucht ;). Und eines darf natürlich nicht vergessen werden: CUY - gegrillte Meerschweinchen (meist am Spieß) findet man an jeder Ecke. In den Märkten, auf den Menükarten vor Restaurants, an Straßenecken... Ich konnte mich noch nicht überwinden es zu probieren, bin aber schon ganz gespannt auf die "kleinen" Nager (die riesig sind und nicht zu vergleichen mit unseren Haustierchen). Die meiste Zeit über kochen wir im Praktikaweltenhaus. Jedoch gehen wir auch das eine oder andere Mal essen und "gönnen" uns ein Menü für 15 Soles (umgerechnet knappe 4 €). Das Menü besteht dabei aus einer Vorspeise (z.b Spargelsuppe oder Avocado), einer Hauptspeise (z.b Lomo Soltado, Burrito, Reisgericht oder Pizza), einer Nachspeise (z.b. kleine Palatschinke) und einer Limoade. Lomo Soltado ist übrigens ein weiteres wichtiges Gericht in Peru - und es schmeckt verdammt lecker. Letzte Woche haben wir es in der Schule selbst gekocht. ALs Zutaten braucht man dafür: Fleisch (Rind, Alpaka,...), Zwiebeln, verschiedene Soßen (u.a Soja), Gewürze und Kartoffelscheiben. Dazu wird Reis serviert. Vielleicht wundert man sich jetzt: Kartoffeln und Reis? JA! Kartoffeln werden quasi immer irgendwie untergemischt. Wir haben diese Liebe für Kartoffeln auch schon in unsere Küche eingebaut. So gab es gestern Lasagne und als Beilage Süßkartoffeln. Mhmmm Süßkartoffeln. 

Achja, bevor ich es vergesse. Es gibt ja hier auch einiges zu sehen. Sonntag waren wir im Heiligen Tal der Inka (Valle Segrado de los Incas). In der Früh ging es mit dem Reisebus in Richtung Pisac, wo sich eindrucksvolle landwirtschaftliche Terassen befinden. Die Inka-Terrassen sind stufenartig bebaute Hänge, die von den Inka geschaffen wurden, um mehr Feldfrüchte anbauen zu können und damit Hungersnöten vorzubeugen und eine größere Anzahl vom Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Auf den Terrassen wurden Mais, Kartoffeln, Quinoa, Amarant, Kürbis, Tomaten, Erdnüsse und Paprika angebaut. Die Bewässerung erfolgte durch Kanäle. Nachdem uns der Guide alles erklärt hatte, ging es weiter nach Ollantaytambo. Nachdem wir uns die Stufen hinaufgequält hatten, konnten wir eine tolle Aussicht genießen. Das Heilige Tal war ein echtes Erlebnis und bringt einem die Kultur der Inka näher. 

Am Wochenende geht es - oh mein Gott - in den Dschungel. Da am Montag frei ist (Unabhängigkeitstag) können wir 2 Nächte bleiben. Auch weitere Ausflüge wie - na no na ned - Machu Picchu und Lago Titicaca sind bereits geplant. Ich werde dann hoffentlich bald wieder berichten können. 

Tja das wars erstmal. Summa summarum ist es einfach megatoll hier. Jeden Tag erlebe ich neue Eindrücke und es gibt schon so viele "Highlights". Ich hab aber das Gefühl, dass ich erst so vier Tage da bin. DIE ZEIT VERGEHT SOOO SCHNELL! Wie soll ich das alles in nur mehr 5 1/2 Wochen schaffen? Es gibt so viel zu sehen! Am liebsten würde ich verlängern und noch mal 4 Wochen da bleiben... 

Adios* - äh - Ciao amigos!

Anmerkungen

*Quechua: http://de.wikipedia.org/wiki/Quechua

*Adios - sagt man hier nur wenn man eine Person nie wieder sieht/sehen möchte

Interessanter Link: San Pedro Markt    -     http://www.everintransit.com/weird-wonderful-things-at-cuscos-san-pedro-market/

Freitag, 04.07.2014

OH MEIN GOTT, das Abenteuer beginnt....

Ich kanns garnicht glauben - ich sitze tatsächlich in Amsterdam und warte auf den Anschlussflug nach L I M A... 12h Flugzeit liegen also noch vor mir! 

Der Abschied von meinen lieben Eltern und Freunden war sehr traurig, doch 8 Wochen sind ja nicht die Ewigkeit! :)

Hier ein Foto Vom Flughafen Wien... HOLA PERU  <3 

Montag, 16.06.2014

Musikalische Einstimmung :)

Freitag, 16.05.2014

Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.